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Philippinen: »Eingeschneit«

Der Ausbruch des Taal-Vulkans in der Nähe von Manila ist auch an unserem Projekt nicht spurlos vorübergegangen.

Nur rund 50 Kilometer trennen den Ort des Vulkanausbruches und unseren Projektstandort. Wie unser Mitarbeiter auf den Philippinen berichtet, wurde auch unser Kinderzentrum »Village of Hope« durch die Vulkanasche »eingeschneit«. Schlimmeres ist dort, Gott sei Dank, nicht passiert.

Eine halbe Million Menschen, in einem Umkreis von 14 Kilometern um den Vulkan herum, wurden evakuiert. Viele haben Unterschlupft bei Verwandten oder Freunden gefunden, rund 28 000 Familien mussten jedoch in Notunterkünften untergebracht werden. Die Versorgungslage ist prekär. Jeden Tag spuckt der Vulkan weiter Asche aus, neue Ausbrüche werden befürchtet. Eine Rückkehr der Menschen in ihr Zuhause – soweit es überhaupt noch steht – ist ausgeschlossen.

Wir haben ein Team mit einer ersten Hilfe in das Krisengebiet gesandt und Hilfsgüter verteilt. Die Pakete enthalten neben Wasser und Nahrungsmitteln auch Hygieneartikel und Medizin.

Ein Treffen Anfang nächster Woche mit den lokalen Behörden, örtlichen Gemeinden und Pastoren dient dazu, Hilfsmöglichkeiten zu planen und zu koordinieren. Wir überlegen, ein Lager zu »adoptieren« und die Leute dort mit allem Überlebensnotwendigen zu versorgen. Aber erst nach dem Krisentreffen, werden wir unsere Planungen konkretisieren können.