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Äthiopien: Heraus aus der Abhängigkeit

Genet ist alleinerziehende Mutter. Achtzig Euro Startkapital haben sie zur Kleinunternehmerin gemacht. Jetzt kann sie für sich und ihre Familie sorgen.

Eines ihrer Kinder profitiert vom Patenschaftsprojekt in Areka. Dort erhalten zweihundert Kinder aus armen Familien Unterstützung. Sie können eine Schule besuchen, weil die Schulgebühren und andere Kosten übernommen werden. Dazu kommt regelmäßige medizinische Versorgung, soziale Betreuung und Zusatznahrung.

Auch die Familien unserer Patenkinder profitieren von der Betreuung. Sie werden ermutigt aund angeleitet, sich in Selbsthilfegruppen zu treffen. Dort erhalten sie Anleitung in praktischen Fragen, können sich austauschen und zahlen kleine Beiträge in die gemeinsame Sparbüchse. Hauptziel ist es, durch regelmäßige Sparbeiträge Kapital aufzubauen und so für Krisenzeiten Rücklagen zu bilden oder für Kleinunternehmer Startkapital als Darlehen bereitzustellen. Die Initiativen werden durch Mittel aus dem Projekt gefördert.

Genet hat ein Zuschuss von umgerechnet achtzig Euro gereicht, um den Schritt in die Selbständigkeit und die Selbstversorgung zu schaffen. Sie hat einen Friseursalon eröffnet und schrittweise ausgebaut. Jetzt bietet sie eine breite Palette äthiopischer Haarkunst an. Die notwendigen Kenntnisse hat sie von ihrer Schwester, einer ausgebildeten Friseurin, gelernt. Eine ständige Herausforderung ist die steigende Miete. Bis jetzt hat sie es aber immer geschafft, ihre Rechnungen zu bezahlen und darüber hinaus Geld für ihre Familie zu erwirtschaften. Der gute Service und ihr freundlicher Umgang mit den Kundinnen sind eine gute Grundlage, dass dies auch so bleiben wird.